Angekommen in Playa del Carmen -- 31. Juli
So, da bin ich wieder!
Wieder? Schreibe grad aus einem Ort wo ich noch nie in meinem Leben war... aber so ist's.
Ist eigentlich auch ganz gut. Verdammt heiss, irgendwie trashig, uberrannt von Touris, und kürzlich von einem Hurikan verwüstet. Ansonsten der genialste Ort der Welt.
Von New York will ich jetzt nicht so viel erzählen, gibt's auch nicht so viel. Es müsste recht bekannt sein dass einem Dort das Geld regelrecht aus den Händen flutscht, und dass die Bullen in der Subway ganz ungeniert in den Taschen unschuldiger Passanten wühlen. An den Behnhöfen stehen bis an die Zähne bewaffnette Millitärs, und meine Japanische Bekannte ist so krass eingeschüchtert dass sie Angst hat deportiert zu werden wenn sie öffentlich über Politik spricht. (Wundert mich auch wenig, wenn ich ehrlich bin.)Kommen wir lieber auf Playa del Carmen zu sprechen, wo sich die (knallharte) Sonne auf der türkisgrüner Karibik bricht, und wo die bis an die Zähne bewaffnette Militärs NICHT in den Taschen der Leute wühlen.
Kulturschock... gibt's sowas überhaupt? Wenn man bei der Gastfamilie die Benutzung des Klos erklärt bekommt. Ja, so ähnlich hat es auch der gute Che in Diários de Totocicleta beschrieben als er in Chile mit der gleichen Problematik konfrontiert wurde. Die Abflussleitungen würden nur verstopfen wenn man ungeeignetes Zeug (wie Klopapier) hinunterspülen würde. Papier gehört in den Papierkorb. Zum Glück ist unser Klo luxusmässig mit einem Bidet ausgestattet, wo man sich auf Arabisch-Französische Art den Hintern waschen kann. Papier ist also eher nur zum abtrocknen gedacht.Ansonsten lebt's sich ganz gemütlich. Mein Zimmerlein ist orange gestrichen, wo sich auf der Wand die Gekkos tummeln. Na gut, bis jetzt hab ich einen vorbeilaufen sehen. Aber so weiss ich zumindest dass mir mein kleiner Mitbewohner die Mücken vom Leib halten wird.
Die Familie ist freundlich, Carlos und Alejandra plus Emanuel(12) und Clara(9). Carlos ist im Solarzellenbusiness was seiner meinenug nach nicht gut Läuft da konventionelle Energiequellen (noch) viel zu billig sind. Alejandra macht ein schönes zu Hause für die kleine Familie und für die fünf Studenten (wie mich) denen sie Zimmer vermieten. Bis jetzt hab ich keine von ihnen getroffen, aber sie sind angeblich aus Deutschland, USA, und der Schweiz, und lernen Spanisch. Ich bin der erste der Englischlehrer lernt. Wegen Arbeit und Hierbleiben konnten sie mich auch schon ein bisschen informieren, worauf ich noch zurückkommen muss. Sie sind nämlich selber Ausländer aus Argentinien, leben seit vier jahren hier, aber erst seit kürzlich legal. Angeblich ist die Prozedur sehr langwierig, frustrierend, und kostet eine Stange Geld. Naja, muss noch sehen.
Von der Schule kann ich wenig sagen, da sie erst morgen anfängt, aber dass der Ort Spass macht kann ich bereits bezeugen. Klar, auf der Tourimeile wird man überall angeworben, ganz direkt und verbissen: "Come in, Señor, give me just a chance to show you around,...!" Aber dagegen kann man sich mit dem Zauberwort wehren: "Mañana, Señor!" Das verseht man hierzulande, da lassen sie Dich auch in Ruhe.
Heute morgen war ich schwimmen. Das Meer ist SOOOOO geil!!! Klar, die Wellen sind nicht so wild, bis zum Ozean sind da auch noch sämtliche Antillen im Weg. Aber angenehme Temperatur, und so klar dass man selbst weit draussen noch denkt man könnte mit den Füssen am Boden anstossen.Die Strassen sind allesamt von tropischen Bäumen, Sträuchern und allerlei Gewächs gesäumt. Leider sind sie alle Entwurzelt und liegen auf grossen Haufen mit viel Plastik und anderem Abfall hineingemischt. Die Bäume die den Hurikan überlebt haben neigen ganz extrem nach Westen, oder sind grösstenteils ohne Laub. Wenn es nicht so heiss wäre würd ich sagen es wirkt fast herbstlich. Angeblich wird es noch drei Monate brauchen bis sie wieder grün sind. Dann ist es bei Euch bereits Herbst. Irgendwie cool!Naja, will ich mal hoffen dass ich bis dahin noch hier bin. Trotz allem find ich Gefallen an dieser Ecke der Welt.
Wieder? Schreibe grad aus einem Ort wo ich noch nie in meinem Leben war... aber so ist's.
Ist eigentlich auch ganz gut. Verdammt heiss, irgendwie trashig, uberrannt von Touris, und kürzlich von einem Hurikan verwüstet. Ansonsten der genialste Ort der Welt.
Von New York will ich jetzt nicht so viel erzählen, gibt's auch nicht so viel. Es müsste recht bekannt sein dass einem Dort das Geld regelrecht aus den Händen flutscht, und dass die Bullen in der Subway ganz ungeniert in den Taschen unschuldiger Passanten wühlen. An den Behnhöfen stehen bis an die Zähne bewaffnette Millitärs, und meine Japanische Bekannte ist so krass eingeschüchtert dass sie Angst hat deportiert zu werden wenn sie öffentlich über Politik spricht. (Wundert mich auch wenig, wenn ich ehrlich bin.)Kommen wir lieber auf Playa del Carmen zu sprechen, wo sich die (knallharte) Sonne auf der türkisgrüner Karibik bricht, und wo die bis an die Zähne bewaffnette Militärs NICHT in den Taschen der Leute wühlen.
Kulturschock... gibt's sowas überhaupt? Wenn man bei der Gastfamilie die Benutzung des Klos erklärt bekommt. Ja, so ähnlich hat es auch der gute Che in Diários de Totocicleta beschrieben als er in Chile mit der gleichen Problematik konfrontiert wurde. Die Abflussleitungen würden nur verstopfen wenn man ungeeignetes Zeug (wie Klopapier) hinunterspülen würde. Papier gehört in den Papierkorb. Zum Glück ist unser Klo luxusmässig mit einem Bidet ausgestattet, wo man sich auf Arabisch-Französische Art den Hintern waschen kann. Papier ist also eher nur zum abtrocknen gedacht.Ansonsten lebt's sich ganz gemütlich. Mein Zimmerlein ist orange gestrichen, wo sich auf der Wand die Gekkos tummeln. Na gut, bis jetzt hab ich einen vorbeilaufen sehen. Aber so weiss ich zumindest dass mir mein kleiner Mitbewohner die Mücken vom Leib halten wird.
Die Familie ist freundlich, Carlos und Alejandra plus Emanuel(12) und Clara(9). Carlos ist im Solarzellenbusiness was seiner meinenug nach nicht gut Läuft da konventionelle Energiequellen (noch) viel zu billig sind. Alejandra macht ein schönes zu Hause für die kleine Familie und für die fünf Studenten (wie mich) denen sie Zimmer vermieten. Bis jetzt hab ich keine von ihnen getroffen, aber sie sind angeblich aus Deutschland, USA, und der Schweiz, und lernen Spanisch. Ich bin der erste der Englischlehrer lernt. Wegen Arbeit und Hierbleiben konnten sie mich auch schon ein bisschen informieren, worauf ich noch zurückkommen muss. Sie sind nämlich selber Ausländer aus Argentinien, leben seit vier jahren hier, aber erst seit kürzlich legal. Angeblich ist die Prozedur sehr langwierig, frustrierend, und kostet eine Stange Geld. Naja, muss noch sehen.
Von der Schule kann ich wenig sagen, da sie erst morgen anfängt, aber dass der Ort Spass macht kann ich bereits bezeugen. Klar, auf der Tourimeile wird man überall angeworben, ganz direkt und verbissen: "Come in, Señor, give me just a chance to show you around,...!" Aber dagegen kann man sich mit dem Zauberwort wehren: "Mañana, Señor!" Das verseht man hierzulande, da lassen sie Dich auch in Ruhe.
Heute morgen war ich schwimmen. Das Meer ist SOOOOO geil!!! Klar, die Wellen sind nicht so wild, bis zum Ozean sind da auch noch sämtliche Antillen im Weg. Aber angenehme Temperatur, und so klar dass man selbst weit draussen noch denkt man könnte mit den Füssen am Boden anstossen.Die Strassen sind allesamt von tropischen Bäumen, Sträuchern und allerlei Gewächs gesäumt. Leider sind sie alle Entwurzelt und liegen auf grossen Haufen mit viel Plastik und anderem Abfall hineingemischt. Die Bäume die den Hurikan überlebt haben neigen ganz extrem nach Westen, oder sind grösstenteils ohne Laub. Wenn es nicht so heiss wäre würd ich sagen es wirkt fast herbstlich. Angeblich wird es noch drei Monate brauchen bis sie wieder grün sind. Dann ist es bei Euch bereits Herbst. Irgendwie cool!Naja, will ich mal hoffen dass ich bis dahin noch hier bin. Trotz allem find ich Gefallen an dieser Ecke der Welt.

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